Wettquoten erklärt: die verschiedenen Quoten-Formate

In diesem Artikel wollen wir euch die drei gängigen Wettquotenformate vorstellen, die in der Welt der Sportwetten zum Einsatz kommen. Besonders für neue und noch unerfahrene Spieler werden diese Informationen hilfreich sein, da es ohne Vorwissen nicht immer einfach ist die Quote in das gewohnte Format umzurechnen.

Die drei wichtigsten Darstellungsformen sind die Dezimalquoten (europäische Quoten), die Bruchquoten (englischen Quoten oder Fraktionsquoten) und die Amerikanischen Quoten, die auch als Moneyline Quoten bekannt sind.

Bei diesen drei verschiedenen Arten handelt es sich einfach gesagt lediglich um unterschiedliche Darstellungen für ein und dieselbe Sache. Die prozentuale Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, kann in jede der oben genannten Quotenarten umgerechnet und dargestellt werden. Wir erklären euch wie das funktioniert!

Die unterschiedlichen Formen der Sportwetten-Quoten

Dezimalquote (EU)Bruchquote / Fraktionsquote (UK)Amerikanische Quote (Moneyline)
1.42/5-250
2.26/5120
4.57/2350

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Wie funktionieren Dezimalquoten?

Wer in Kontinentaleuropa, Kanada, Australien oder Neuseeland eine Sportwette abgibt, wird sich mit den sogenannten Dezimalquoten vertraut machen müssen. Dezimalquoten weisen den Vorteil auf, dass sie vergleichsweise einfach zu verstehen sind. Mit einem Blick wird sofort klar, wer in einer Begegnung der Favorit und wer der Außenseiter ist.

Die Dezimalquote gibt den Betrag an, den man für jeden eingesetzten Euro erhält, wobei der Einsatz bereits in der Dezimalzahl enthalten ist, was die Berechnung durchaus erleichtert.

Will man die Gesamtauszahlung berechnen verwendet man folgende Formel:

Gesamtauszahlung = Einsatz x Quote

Beispiel: Der Favorit weist in einer Partie eine Quote von 1.4 auf. Setzt man €100 auf den Favoritensieg erhält man im Erfolgsfalls €100 x 1.4 und somit €140. Bei den €140 handelt es sich allerdings nicht um den Gewinn, sondern um die Gesamtauszahlung.

Will man nun den Gewinn berechnen kommt folgende Formal zur Anwendung

Gewinn = (Einsatz x Quote) – Einsatz

In unserem obigen Beispiel muss von der Gesamtauszahlung (140€) demnach den Einsatz (€100) abgezogen werden, sodass €40 Gewinn übrigbleiben.


Wie funktionieren Englische Bruchquoten?

Englische und irische Buchmacher setzen auf die sogenannten Bruchquoten, die auch als Fraktionsquoten oder englische Quoten geläufig sind. In der Regel werden diese mit einem Schrägstrich oder Bindestrich dargestellt, wie etwa „5/2“ oder „5-2“.

Eine Bruchquote von 5/2 bedeutet konkret, dass man für jede €2 die man einsetzt €5 Gewinn erhält. Die Zahl vor dem Bruch (5) steht demnach für den möglichen Gewinn, die Zahl nach dem Bruch (2) für den Einsatz.

Im Gegensatz zu den Dezimalquoten wird bei den Bruchquoten nur der reine Profit angegeben.  Bei einer erfolgreichen Fußballwette erhält man in diesem Fall demnach den Gewinn (€5) plus den Einsatz (€2) zurück. Eine Bruchquote von „5/2“ entspricht übrigens einer Dezimalquote von „3.5“ und einer amerikanischen Quote von „250“.

Angenommen wir möchten vor dem Start einer Saison eine Langzeitwette in der Höhe von €5 auf den Meister der deutschen Bundesliga spielen und betrachten dabei die drei Mannschaften mit der niedrigsten Quote:

FC Bayern München: 2/5
Borussia Dortmund:  4/1
RB Leipzig: 15/2

Hier erkennt man mit ein wenig Übung auf den ersten Blick welche Mannschaft als Favorit ins Rennen geht. Bei einem erfolgreichen Tipp auf den FC Bayern München bekommt man bei einem Einsatz von fünf Einheiten nur einen Reingewinn von 2 Einheiten zurück. Setzt man also €5 auf den FC Bayern München hat man die Chance €2 zu gewinnen. Will man nun die Gesamtauszahlung berechnen, muss man zu dem Gewinn den Einsatz dazurechnen, sodass man auf ein Ergebnis von €7 kommt.

Anders sieht es bei einem Tipp auf Borussia Dortmund aus, wo man für jede gesetzte Geldeinheit den vierfachen Betrag als Gewinn erhält. Bei einem Einsatz von €5 erhält man demnach im Erfolgsfall einen Gewinn von 20€. Auch hier muss zum Gewinn der Einsatz am Ende dazugerechnet werden, wenn man den Betrag wissen möchte, den man vom Buchmacher schlussendlich im Erfolgsfall ausbezahlt bekommt. In unserem Fall sind dies €25.

Bei unserem letzten Beispiel gewinnt man für jede 2 gesetzten Einheiten 15 Einheiten. Hier sehen wir einen kleinen Nachteil des englischen Bruchsystems, da derartige Rechnungen schon ein wenig komplizierter und manchmal im Kopf nur schwer zu lösen sind.

In unserem Beispiel entsprechen 2 Einheiten einem Einsatz von €5, das heißt eine Einheit hat den Gegenwert von €2.5. Der Gewinn von 15 Einheiten zu je €2.5 ergibt eine Summe von 37.5€ (15 x 2.5€), die bei dieser Wette der reine Profit wäre. Will man die Gesamtauszahlung berechnen muss man abermals den Einsatz dazurechnen, sodass man insgesamt auf eine Ausschüttung von €42.5 kommt.

Das letzte Beispiel zeigt recht gut die Nachteile der englischen Bruchquoten auf, da insbesondere unerfahrene Spieler manche Quoten nur schwer im Kopf umrechnen können. Zudem wird insbesondere bei Kombi- oder Systemwetten die Berechnung der verschiedenen Brüche deutlich schwieriger.

Umrechnung von Bruchquoten in Dezimalquoten

Auch wenn die Bruchquoten zunächst gewöhnungsbedürftig erscheinen, lassen sie sich jedoch zumindest mit dem Taschenrechner sehr einfach in Dezimalquoten umrechnen.

Man muss lediglich die erste Zahl vor dem Bruch mit der Zahl nach dem Bruch dividieren und eine „1“ addieren.

Nehmen wir als Beispiel eine Bruchquote von 9/5:
(9 : 5) + 1 = Dezimalquote
1.8 + 1 = Dezimalquote

Unsere Dezimalquote in diesem Rechenbeispiel beträgt somit 2.8

Hier könnt ihr euch ein informatives Video zur Umrechnung von Bruch in Dezimalzahlen ansehen:


Wie funktionieren Amerikanische Quoten?

Amerikanische Quoten, auch als Moneyline-Quoten oder US-Quoten bekannt, kommen wie der Name bereits vermuten lässt vor allem in den USA zum Einsatz. Auf den ersten Blick ist die Darstellung dieser Quoten für europäische Wettfreunde verwirrend. Wenn man aber die dahinterstehenden Regeln kennt, findet man sich auch bei den Amerikanischen Quoten mit einer passenden Wettstrategie schnell zurecht.

Wettquoten in Las Vegas
Auch als Tourist in Las Vegas wird man mit dem Amerikanischen Quotenformat konfrontiert
Fotoaufname:  Baishampayan Ghose – https://www.flickr.com/photos/ghoseb/5186138071/
Lizenz:
CC BY-SA 2.0

Bei den Amerikanischen Quoten muss man zunächst unbedingt zwei Schreibweisen unterscheiden. Ein Minus vor der Zahl symbolisiert, dass es sich um eine Wette auf den Favoriten handelt. Diese Schreibweise enthält alle Quoten die als Dezimalquote unter 2.0 liegen würde. Wenn ein Plus vor der Zahl steht handelt es sich um eine Wette, die zumindest einer Dezimalquote von 2.0 entspricht.

Ein Minus vor der jeweiligen Zahl gibt an, wie viel man setzen muss um einen Reingewinn von €100 zu erhalten. Bei einer Wettquote von „-500“ muss man also €500 einsetzen um €100 zu gewinnen. Dies entspricht einer Dezimalquote von 1.2.

Ein Plus vor der Zahl gibt an welchen Reingewinn man für einen Einsatz für 100€ erhält. Eine Quote von „+200“ entspricht daher einer Dezimalquote von 3.0.

Zum besseren Verständnis sehen wir uns das obige Beispiel mit dem Gesamtsieger der deutschen Bundesliga mit den amerikanischen Quoten noch einmal an:

FC Bayern München: -250
Borussia Dortmund: +400
RB Leipzig: +750

Der FC Bayern München ist in diesem Fall der große Favorit auf den Gewinn der Meisterschaft. Will man einen Reingewinn von €100 erzielen, muss man €250 einsetzen. Anders gesagt: Setzt man 250€ erfolgreich auf den Favoriten bekommt man eine Gesamtsumme von €350€ ausgezahlt.

Alle weiteren Mannschaften haben ein Plus vor der Zahl stehen, die den Reingewinn symbolisiert für jede Einheit von €100. Setzt man €100 auf Borussia Dortmund erhält man demnach einen Reingewinn von €400. Die Gesamtauszahlung liegt somit bei €500 (Reingewinn + Einsatz).

Nehmen wir an wir setzen diesmal nicht eine ganze Einheit auf RB Leipzig, sondern wollen nur eine halbe Einheit auf den Außenseiter riskieren. Eine halbe Einheit beträgt 50€. Der Reingewinn beträgt somit €750/2 = €375. Zu diesem Betrag rechnet man den Einsatz dazu, wenn man die Höhe der Gesamtauszahlung berechnen will: €375 + 50€ = €425.

Amerikanische Quoten sind für Europäer sicherlich gewöhnungsbedürftig, allerdings haben sie den Vorteil, dass bei Quoten mit einem „+“ auf einen Blick der Reingewinn zu lesen ist. Der Nachteil dieser Darstellungsweise ist, dass es auch negative Quoten gibt, die speziell zu Beginn nicht ganz so intuitiv sind.

Umrechnung von amerikanischen Quoten in Dezimalquoten

Hier musst du zunächst unterscheiden ob es sich um eine positive oder negative amerikanische Quote handelt.

Bei positiven amerikanischen Quoten verwenden wir diese Formel:
(Amerikanische Quote : 100) +1 = Dezimalquote

Rechenbeispiel: Amerikanische Quote = „+250“
(250:100) + 1 = Dezimalquote
2.5 + 1 = Dezimalquote
In diesem Beispiel erhalten wir eine Dezimalquote von 3.5

Bei negativen amerikanischen Quoten kommt folgende Formal zum Einsatz:

(100 : Amerikanische Quote) + 1 = Dezimalquote

Rechenbeispiel: Amerikanische Quote = „-125“
(100:125) + 1 = Dezimalquote
0.8+1 = Dezimalquote
Somit erhalten wir hier eine Dezimalquote von 1.8

Weitere eher seltene Wettquoten-Formate

Neben den drei oben beschriebenen gängigen Wettformaten lassen sich speziell in Asien weitere Formate finden, die wir hier der Vollständigkeit halber erwähnen wollen.

Hong Kong Quoten:

Diese in Hong Kong und weiteren Teilen Asiens verbreitete Darstellungsform der Quoten ist sehr ähnlich zu unserem gewohnten Dezimalquoten-Format. Der einzige Unterschied ist, dass durch eine Multiplikation des Einsatzes mit den Hong Kong Quoten der Reingewinn berechnet wird, also ohne dem Einsatz.

Eine Hong Kong Quote von 0.80 entspricht daher bei einem Einsatz von €100 einem Reingewinn von €80. Im Dezimalquoten-Format wäre die Quote mit 1.80 angeschrieben. Eine Hong Kong Quote von 1.5 entspricht einer Dezimalquote von 2.5. Man muss demnach zur Hong Kong Quote immer nur eine „1“ addieren um die europäische Dezimalquote zu erhalten.

Malaysische Quoten

Wie bei den Amerikanischen Quoten gibt es auch hier positive und negative Quoten. Die positiven Quoten funktionieren auf die gleiche Art und Weise wie die Hong Kong Quoten. Ein Malaysische Quote von 0.8 entspricht einer europäischen Dezimalquote von 1.8. Negative Quoten geben an wie viel man setzen muss um einen Euro zu gewinnen.

Dafür lässt sich folgende Formel verwenden:

(-1 : Malaysische Quote) +1 = Europäische Dezimalquote

In unserem Beispiel:
-1 : -1,8 + 1 = Europäische Dezimalquote
1.25 + 1 = Europäische Dezimalquote
Das bedeutet das eine malaysische Quote von -0.8 einer europäische Dezimalquote von 2.25 entspricht.

Indonesische Quoten

Auch hier gibt es negative und positive Quoten und auch hier funktionieren die positiven Quoten genau wie beim Hong Kong System.
Die negativen Quoten zeigen an wie viele Einheiten gesetzt werden müssen um eine Einheit zu erhalten. Bei einer Quote von „-2.5“ muss man beispielsweise 250€ einsetzen um 100€ gewinnen zu können. Dies entspricht umgerechnet einer Dezimalquote von 1.4.

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