Sportwetten Tipps - Wetten verstehen mit Overlyzer
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Sportwetten Tipps - Wetten verstehen mit Overlyzer
Wette ist nicht gleich Wette - das war zwar eigentlich schon immer so, jedoch gilt diese Floskel bei Online Sportwetten mehr denn je. Auf Spielergebnisse oder den Sieger zu tippen ist eine beliebte Wettart.
Diese gibt es schon seit der Antike, aber durch das Internet wurde das Angebot an unterschiedlichen Online Wetten massiv ausgebaut.
Wir bieten euch eine große Sportwetten Übersicht mit allen Wettarten, ihren Bedeutungen und den Funktionen und Theorien, die dahinterstehen.
Die 1X2 Sportwette
Die 1X2 Wette ist eine klassische Dreiweg-Sportwette, bei der auf den Ausgang eines Spiels gewettet wird. Diese Wette wird auch Spielwette oder Matchwette genannt. Neben der 1X2 Wette gibt es noch viele weitere Wettarten, auf die wir später noch näher eingehen - zu Beginn widmen wir uns allerdings der 1X2 Sportwette.
Was bedeutet 1X2
Bei dieser Wette geht es darum, den korrekten Ausgang eines Spiels bzw. einer Spielbegegnung zu tippen. Hierbei gibt es 3 mögliche Wetten:
Die 1X2 Sportwette
- Tipp 1 steht für den Sieg der Heimmannschaft
- Tipp X steht für ein Unentschieden, das heißt keine der beiden Mannschaften gewinnt
- Tipp 2 wettet man auf einen Sieg der Auswärtsmannschaft.
Die einzelnen Tipps der 1X2 Wette haben unterschiedliche Quoten, entsprechend dem Kräfteverhältnis der beiden Mannschaften.
Die Einzelwette
Die 1X2 Einzelwette
Bei dieser Wette entspricht Tipp 1 einem Sieg Barcelonas. Gewinnt man diese Wette, gewinnt man das 2.8-fache seines Wetteinsatzes. Für einen gewonnenen Tipp 2 erhält man das 2.3-fache seines Einsatzes. Geht dieses Spiel Unentschieden aus, und man hat Tipp X gewettet, bekommt man sogar das 3.4-fache seines Einsatzes. An den Quoten erkennt man, dass das Kräfteverhältnis zwischen Barcelona und Real Madrid ziemlich ausgeglichen ist, mit einem leichten Vorteil für die Auswärtsmannschaft.
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Für die 1X2 Wette gilt üblicherweise das Resultat nach 90 Minuten. Das heißt, wäre dieses Spiel in einer KO-Phase eines Turniers, und das Spiel würde nach 90 Minuten Unentschieden stehen und in die Verlängerung gehen, und Real Madrid gewinnt in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen, so wäre der korrekte Ausgang dieser Wette dennoch Tipp X.
Kombiwette oder Kombinationswette
Bei einer Kombinationswette, kurz Kombiwette genannt, werden einzelne Wetten miteinander kombiniert. Die Quote für diese Wette ergibt sich aus der Multiplikation der einzelnen Wetten. Je mehr Spiele man miteinander kombiniert, desto höher fällt die mögliche Quote aus, desto geringer ist allerdings auch die Gewinnchance.
Die Kombiwette
In unserem Beispiel werden zwei 1X2 Wetten kombiniert, aus den Einzelquoten 2.00 und 2.40 entsteht so eine 4.80 Gesamtquote. Bei einem Einsatz von 10€ würde das einen möglichen Gewinn von 48€ ergeben.
Neben den herkömmlichen 1X2-Wetten können verschiedene Wetten miteinander kombiniert werden.
Oft wird insbesondere mit gewagten Langzeitwetten z.B. in der Europa League von einem sehr großen Gewinn einer Kombiwette geträumt, bei der man einen geringen Betrag setzt, und aufgrund der hohen Quote trotzdem viel gewinnt. Leider bleibt das oft nur ein Traum. Kombiniert man hingegen bei normalen 1-X-2 Wetten lauter Favoriten miteinander, braucht man schon viele Tipps, um auf eine hohe Quote zu kommen, und selbst da passiert es dann nicht selten, dass aus einem Favoritensieg nur ein Unentschieden wird.
Die Systemwette
Ihr wisst bereits, was bei Sportwetten eine Einzelwette von einer Kombiwette unterscheidet. In diesem Abschnitt wollen wir auf eine spezielle Form der Kombiwette eingehen, die Systemwette.
Die Systemwette kurz erklärt
Eine Systemwette ist eine Mischung aus mehreren Kombiwetten, die es ermöglicht, eine oder mehrere Wetten zu verlieren und trotzdem einen Teil der Wette zu gewinnen.
Es gibt eine Vielzahl verschiedener Systeme, so zum Beispiel 2/3 (sprich 2 aus 3), 2/4, 3/4 bis hin zu 5/8 oder 7/8. Natürlich ist der Umfang der angebotenen Systemwetten stark vom Anbieter abhängig.
Die große Systemwetten Übersicht
In der folgenden Grafik bekommst du einen Überblick über die häufigsten Systemwetten bei Sportwetten. In der Spalte siehst du die Anzahl der Tipps, die für die Systemwette herangezogen werden.
In der Zeile wird die Anzahl der Tipps pro Kombination dargestellt. Daraus ergibt sich in der Matrix die Anzahl der Wetten, die daraus gebildet werden können.
In weiterer Folge sind auch noch die speziellen Systemwetten aufgelistet.
Die kompakte Overlyzer-Systemwetten-Übersicht
Sportwetten mit System: Das gilt es zu beachten!
- Möchte man viele Tipps miteinander kombinieren, um die Quote zu erhöhen, steigt dabei natürlich auch das Risiko, dass einer der gewählten Tipps „umfällt“, das heißt verloren geht.
- Geht bei einer Kombi ein einzelner Tipp verloren, so ist der gesamte Wettschein verloren.
- Bei einer Systemwette wiederum können die restlichen gebildeten Kombis trotz eines verlorenen Tipps gewonnen werden.
- Das heißt, mit einer Systemwette sinkt zwar die mögliche Quote, jedoch steigt die reale Gewinnchance.
Handicap Wetten
Die Handicap Wette ist mit Sicherheit eine der interessantesten auf dem Wettmarkt und nahezu für alle Teamsportarten anwendbar. Hier wird einer Mannschaft ein „Vorsprung“ gegeben, mit dem sie dann ins Spiel geht. Die Handicap Wette zählt wie auch die Over-/Under-Wette zu den beliebtesten Wettarten.
Ebenso zur Gruppe der Handicapwetten können die sogenannten Spread-Wetten gezählt werden, diese sind vor allem im Mutterland der Sportwetten - nämlich England - besonders beliebt.
Was bedeutet Handicap bei der Sportwette?
Angenommen es kommt zum Fußballländerspiel Österreich gegen Deutschland und du entscheidest dich für die „Österreich +1“ Handicap-Wette, dann bedeutet dies, dass es – gültig für deine Wette – Österreich mit einem 1:0-Vorsprung ins Spiel geht. Nun kannst du auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg wetten. Die Wetten hätten nun folgende Auswirkungen:
Österreich - Deutschland | Wette "Österreich + 1"
Tipp 1
Österreich begann das Spiel laut Wette mit einer 1:0-Führung. Um die Wette mit Tipp 1 (also Sieg Österreich) zu gewinnen, brauchst du entweder einen Österreich-Sieg oder ein Unentschieden.
Wenn das Spiel zum Beispiel 1:1 endet, dann hätte Österreich die Wette durch das Handicap mit 2:1 gewonnen.
Tipp X
Um die Wette mit Tipp X zu gewinnen, benötigst du einen Sieg Deutschlands mit exakt einem Tor Differenz. Endet das Spiel zum Beispiel 1:2, dann endet die Wette aufgrund des Handicaps mit einem 2:2 – also einem Unentschieden.
Tipp 2
Um die Wette mit Tipp 2 zu gewinnen, braucht es einen Sieg der deutschen Mannschaft mit mindestens 2 Toren Unterschied. Da Österreich laut Handicap bereits von Beginn an mit 1:0 führt, muss Deutschland das Spiel mit zwei oder mehr Toren Differenz gewinnen. Gewinnt Deutschland mit 0:2, dann endet die Wette mit einem 1:2. Wenn Deutschland mit 1:4 gewinnt, dann endet die Wette mit einem 2:4.
Handicap Wette
Genauso gibt es Handicaps mit „minus“ (also z.B. „-1“) – hier werden der betroffenen Mannschaft keine Tore/Punkte gutgeschrieben, sondern abgezogen.
Möchte man etwa auf einen Heimsieg Dortmunds mit mindestens zwei Toren Unterschied wetten, dann kann man sich für den Tipp Borussia Dortmund (-1) entscheiden.
Handicap Wetten gibt es aber nicht nur für Wetten mit 1 Tor Unterschied. Gerade in Spielen mit einem klaren Favoriten wirst du auch mal sehen, dass einer Mannschaft gleich 2 oder 3 Tore abgezogen / hinzugefügt werden können.
Handicap-Wetten sind aber natürlich nicht nur ein Fußballphänomen. Auch beim Eishockey, Basketball, American Football und vielen anderen Sportarten kann man auf Handicaps tippen. Die Anzahl der abgezogenen oder hinzugefügten Punkte ist bei derartigen Sportarten aber natürlich wesentlich höher als beim Fußball, weil schlichtweg im Schnitt deutlich mehr Punkte während einer Partie erzielt werden.
Asian Handicap
Das asiatische Handicap, kurz auch „AHC“ genannt, ist eine Sonderform der Handicap-Wetten. Nicht alle Wettanbieter haben Asian Handicaps in ihrem Programm, die Wettform ist allerdings im Kommen.
Asian Handicap
Hier werden einer Mannschaft nicht nur ganze Tore oder Punkte abgezogen oder hinzugefügt, sondern auch viertel Punkte, halbe Punkte oder dreiviertel Punkte, was jeweils andere Auswirkungen auf die Wette hat.
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Dies ist für den geneigten Wettanfänger auf den ersten Blick etwas unlogisch, aber wir werden es dir auf unserer Spezialseite zum Thema Asian Handicap Wetten erklären und du wirst die AHCs lieben lernen, wenn du ein wenig damit experimentierst. In einem weiteren Abschnitt erklären wir euch zusätzlich asiatische Over- und Under-Wetten.
Over und Under - der Wett-Evergreen
Die Over-/Under Wetten zählen neben der klassischen Matchwette und der Handicap Wette zu einer der beliebtesten Wettarten bei Sportwetten. Wir erklären dir hier, was die Over-/Under Wette überhaupt ist, und worauf du achten solltest.
Over / Under
Bei Over / Under Wetten tippt man auf die Anzahl der Tore oder Punkte, die in einem Spiel fallen. Nehmen wir als Beispiel ein Fußballspiel. Hier kann etwa getippt werden, ob over 2,5 Tore oder under 2,5 Tore fallen. Tippt man auf ein „over 2,5“ gewinnt man, sobald mindestens drei Treffer fielen. Tippt man auf ein „under 2,5“ gewinnt man wenn keines, eines oder zwei Tore fallen. Ab einem dritten Treffer ist die Wette verloren.
Over/Under Wette
Für Neuanfänger unter den Sportwettern werden die halben Tore etwas befremdlich wirken, da es bei einem Fußballspiele keine 2,5 Tore gibt. Over 2,5 ist aber die übliche Schreibweise und ist gleichbedeutend mit einem Over 2 und heißt, es müssen mehr als 2, also zumindest 3 Tore fallen.
Natürlich gibt es auch bei Over / Under Wetten verschiedene Ausprägungen. Vor allem was die Anzahl der Tore angeht – beim Fußball kann man vor der Partie bei den meisten Wettanbietern auch auf ein over 5,5 – für das man mindestens sechs Treffer brauchen würde – wetten.
Je nach Spielverlauf können live auch noch höhere Ausgänge gewettet werden. Zudem ist es möglich Over / Under Wetten für bestimmte Zeiträume zu spielen, so zum Beispiel nur in der ersten Halbzeit, nur in der zweiten Halbzeit oder auch live für die verbleibende Spieldauer.
Over / Under Wetten gibt es praktisch für alle Sportarten, in denen Tore oder Punkte erzielt werden können. So sind die Punktangaben bei Basketballwetten aber natürlich höher, beispielsweise over oder under 172,5. Würde man hier ein „Over“ anspielen, würde man die Wette mit dem 173.Punkt des Spiels gewinnen.
Over / Under ist eine überaus interessante Möglichkeit, mit Sportwetten erfolgreich zu werden und Geld zu verdienen.
Neben den klassischen Over-/Under-Torwetten gibt es im Fußball weitere Over-/Under-Varianten, bei denen nicht das Endergebnis, sondern bestimmte Spielereignisse im Mittelpunkt stehen. Diese Wettarten folgen denselben Grundprinzipien wie klassische Over-/Under-Wetten, beziehen sich jedoch auf andere statistische Werte.
Eckbälle Over/Under
Bei Corner-Over/Under-Wetten wird auf die Anzahl der ausgeführten Ecken in einem Spiel getippt. Diese Wettart, häufig auch als Eckball-Over/Under bezeichnet, folgt denselben Grundprinzipien wie klassische Over/Under-Wetten und bildet die Basis für eine eigene Eckball-Wettstrategie. Eine typische Wette ist etwa Over 9,5 Eckbälle, bei der mindestens zehn Corner ausgeführt werden müssen. Eckball-Wetten eignen sich besonders für Spiele mit anhaltendem Offensivdruck, vielen Angriffen über die Flügel und einer Vielzahl an Abschlüssen.
Im Fußball führen Angriffe wesentlich öfter zu geblockten Schüssen oder geklärten Flanken als zu Toren, sodass sich im Spielverlauf in der Regel mehr Eckbälle als Treffer ergeben. Daraus ergibt sich, dass die Anzahl der Eckbälle oft ein stabileres Abbild des tatsächlichen Spielgeschehens darstellt als das Endergebnis in Toren. Eckball-Over/Under-Wetten erlauben es somit, Offensivdruck und Spielkontrolle zu berücksichtigen, unabhängig von der tatsächlichen Chancenverwertung, was die Varianz beim Wetten senken kann.
Karten Over/Under
Eine weitere Form sind Karten-Over/Under-Wetten. Hier geht es um die Gesamtanzahl an gelben und roten Karten, die in einem Spiel gezeigt werden. Wetten auf gelbe Karten und Ausschlüsse eignen sich besonders für Spiele mit hoher Intensität, vielen Zweikämpfen und häufigen Unterbrechungen. Studien und Auswertungen über große Datensätze zeigen zudem, dass Underdogs in Spielen mit klarem Favoriten häufiger Karten sehen als die nominell stärkeren Teams. In Partien auf Augenhöhe steigt die Kartenanzahl hingegen vor allem in Phasen mit hohem Druck, etwa bei engem Spielstand oder in der Schlussphase. Over/Under-Wetten auf Karten erlauben es damit, sowohl das Kräfteverhältnis als auch die zu erwartende Spielintensität in die Wettentscheidung einzubeziehen.
Wettstrategie für gelbe Karten: Wusstest du, dass du mit der Filterfunktion von Overlyzer ganz einfach mit wenigen Klicks die Spiele auswählen kannst, die bereits zahlreiche gelbe Karten oder sogar rote Karten haben?
Over 1. Halbzeit
Over-/Under-Wetten können auch gezielt auf die erste Halbzeit gespielt werden. In diesem Fall zählen lediglich die Tore aus den ersten 45 Minuten plus einer etwaigen Nachspielzeit. Statistisch betrachtet entfallen je nach Liga und Saison rund 40 bis 45 Prozent aller Tore auf die erste Halbzeit. Über alle Ligen hinweg fallen in der zweiten Halbzeit meist mehr Tore als in der ersten. Solche Wetten bieten sich vor allem bei Mannschaften an, die von Beginn an mit hoher Intensität agieren, einen klaren Spielplan verfolgen und die Kontrolle schnell an sich reißen wollen. Over-Wetten auf die erste Halbzeit eignen sich vor allem für Mannschaften, die früh viel Druck erzeugen und das Spiel von Beginn an dominieren. Teams mit offensiver Ausrichtung, hohem Pressing oder klarer Favoritenrolle kommen statistisch häufiger zu frühen Abschlüssen und Toren.
Over 2. Halbzeit
Entsprechend gibt es auch Over-/Under-Wetten auf die zweite Halbzeit, bei denen nur die Tore nach dem Seitenwechsel berücksichtigt werden. Statistisch fällt ein größerer Anteil der Tore in der zweiten Halbzeit als in der ersten, da viele Mannschaften nach der Pause taktisch offensiver agieren oder auf Spielverläufe wie Rückstände reagieren müssen, etwa durch offensive Einwechslungen. Gerade in Spielen mit klarem Kräfteverhältnis hält der Underdog häufig über längere Zeit kämpferisch dagegen, während mit fortschreitender Spieldauer körperliche und mentale Belastung zunehmen. Erhält der Außenseiter in solchen Partien nach der Pause ein erstes Gegentor, öffnen sich oft weitere Räume, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Treffer in der zweiten Halbzeit erhöht.
Welche besonderen Arten von Over/Under-Wetten gibt es?
Eine Sonderform der Over/Under-Wetten kommt aus Asien und ermöglicht bei einer bestimmten Toranzahl einen Cashback. Wettet man beispielsweise auf ein „over 2 asian“, dann verliert man die Wette, wenn keines oder ein Tor fällt, man erhält seinen Einsatz zurück, wenn genau zwei Tore fallen und man gewinnt die Wette, wenn mindestens drei Tore fallen.
Es gibt zudem asiatische Over/Under-Wetten, in denen man auch auf „Vierteltore“, wie etwa „over 2,25“ wetten kann.
Weiters kann man auch Langzeitwetten auf Over/Under-Basis abschließen. Etwa wenn es darum geht, die Punkteanzahl einer Mannschaft im Verlauf eines Turniers zu erraten oder die Anzahl der Tore eines einzelnen Spielers in einem Turnierverlauf zu tippen.
Manche Buchmacher bieten zudem Wetten an, in denen es um die Anzahl der Tore von mehreren addierten Spielen geht, etwa für eine komplette Bundesligarunde.
Halbzeit / Endstand
Eine Halbzeit-Endstand-Wette setzt, wie der Name bereits verrät, eine Halbzeit im Sportereignis voraus. Diese spezielle Form von Sportwetten zielt nämlich darauf ab, den korrekten Spielstand zur Halbzeit und zum Abpfiff des Spiels vorherzusagen. Wenn die eigene Vorhersage zur Halbzeit zwar stimmt, am Ende aber dennoch das falsche Team gewinnt geht man also leer aus.
Andersrum gilt dies natürlich auch. Ein korrekter Spielstand in einer solchen Wette nach Abpfiff ist ohne den richtig getippten Stand zur Halbzeit nichts wert.
Alle möglichen Halbzeit/Endstand Tipps bei Fußballwetten
Durch die in der Regel auf den Tendenzen der Dreiwege-Wette basierenden Tipps, bestehen die Halbzeit Wetten auf den einfachen Tipps 1/X/2.
Nachfolgend eine Erklärung zu allen 9 möglichen Halbzeit/Endstand Tipps.
1/1 - Das Heimteam führt zur Hälfte und gewinnt das Spiel.
1/2 - Das Heimteam führt zur Hälfte, verliert aber das Spiel.
1/X - Das Heimteam führt zur Hälfte, das Spiel endet unentschieden.
X/1 - Zur Pause steht es Unentschieden, das Heimteam gewinnt das Spiel.
X/2 - Zur Pause steht es Unentschieden, das Auswärtsteam gewinnt.
X/X - Zur Pause steht es Unentschieden, das Spiel endet Unentschieden.
2/1 - Das Auswärtsteam führt zur Hälfte, das Heimteam gewinnt das Spiel.
2/2 - Das Auswärtsteam führt zur Hälfte und gewinnt das Spiel.
2/X - Das Auswärtsteam führt zur Hälfte, das Spiel endet unentschieden.
Halbzeit/Endstand Wettquoten variieren sehr stark
In der Regel gibt es innerhalb der neun möglichen Tipps einer Halbzeit-Endstand-Wette große Schwankungen bezüglich der Quoten. Natürlich ist es deutlich wahrscheinlicher, dass der Favorit einer Partie zur Halbzeit bereits führt und das Spiel am Ende auch für sich entscheidet. Allerdings ist dies bei weitem nicht immer der Fall.
Wettquoten von Bet365 zu den Halbzeit/Endstand Wetten für das Spiel RB Leipzig gegen Bayern München in der deutschen Bundesliga.
Oftmals tun sich Favoriten zu Beginn schwer und können zur Halbzeit noch keine Führung verbuchen. Dies geschieht häufig, wenn Clubs beispielsweise nach einem zuvor schwierigen Spiel rotieren und sich somit erst richtig einspielen müssen.
Auch gegen generell gut verteidigende Mannschaften kann es passieren, dass ein klarer Favorit mit einem Gleichstand in die Pause geht.
Fazit zur Wettart Halbzeit/Endstand bei Sportwetten
Durch ihre, im Vergleich zu regulären Sportwetten, höheren Quoten bieten Halbzeit/Endstand Wetten einen deutlichen Anreiz, sich für diese Wettmöglichkeit zu entscheiden. Wer der Meinung ist, den Verlauf eines Spiels antizipieren zu können, ist mit einer Halbzeit-Endstand-Wette gut beraten.
Durch die Berechnung der Quoten bieten sich beim gewinnorientierten Wetten vor allem Einzeltipps auf diese Form von Sportwetten an. Bei mehreren gleichzeitig platzierten Halbzeit/Endstand-Wetten auf unterschiedliche Spiele liegt - bei gegebenen Vorkenntnissen - die Chance auf eine relativ hohe Gewinnsumme vor. Dies ist allerdings naturgemäß leider auch mit einer recht hohen Verlustwahrscheinlichkeit verbunden.
Die Doppelte Chance
Die Doppelte Chance ist eine Wettart, bei der zwei verschiedene Ausgänge eines Spiels zu einem Wettgewinn führen können. Sie zählt neben der Over-/Under-Wette zu einer der beliebtesten Wettarten bei Sportwetten.
Man unterscheidet bei klassischen 3-Weg-Wetten zwischen 1X, 12 und X2. Auch wenn die Quoten für diese Wetten niedriger als bei einer klassischen 3-Weg-Wette sind, ist die doppelte Chance eine gute Option, um eine Wette abzusichern. Die Funktionsweise dieser Wettart lautet wie folgt:
- 1X: Die Wette ist gewonnen, wenn die Heimmannschaft siegt oder das Spiel mit einem Unentschieden endet. Wenn die Auswärtsmannschaft siegt, ist die Wette verloren.
- 12: Die Wette ist gewonnen, wenn eines der beiden Teams siegt. Im Falle eines Unentschiedens ist die Wette verloren.
- X2: Die Wette ist gewonnen, wenn die Auswärtsmannschaft siegt oder das Spiel mit einem Unentschieden endet. Wenn die Heimmannschaft siegt, ist die Wette verloren.
Manche Wettanbieter bieten Wetten an, in denen die doppelte Chance mit einer weiteren Wette kombiniert wird. Ein Beispiel wäre hier die Wette „1X und mindestens ein Team trifft nicht“. Diese Wette wäre beispielsweise mit einem 2:1-Sieg der Heimmannschaft oder einem 1:1 verloren, weil die Auswärtsmannschaft ebenfalls traf.
Both Teams to Score (BTTS)
Die Wettart Both Teams to Score (BTTS), auf Deutsch meist als „Beide Teams treffen“ bezeichnet, gehört zu den beliebtesten Spezialwetten im Fußball. Die Grundidee ist einfach: Die Wette gewinnt, wenn beide Mannschaften im Spiel mindestens ein Tor erzielen – unabhängig vom Endergebnis. Ein 1:1, 2:1 oder 3:2 ist ebenso erfolgreich wie ein 2:2. Endstände wie 1:0 oder 0:0 führen hingegen zum Verlust. Für Wettende ist sie vor allem deshalb attraktiv, weil sie weniger vom exakten Spielverlauf abhängt als klassische Ergebniswetten und sich gut mit statistischen und taktischen Analysen kombinieren lässt.
Wann eignet sich die BTTS-Wette besonders?
BTTS eignet sich vor allem für Begegnungen, in denen sich zwei Mannschaften mit offensiven Spielphilosophien gegenüberstehen, die im besten Fall auch in der Defensive anfällig sind. Teams mit hohem Pressing, mutigem Spielaufbau oder einer hohen Abwehrlinie produzieren nicht nur eigene Torchancen, sondern öffnen dem Gegner zugleich Räume. Treffen zwei solcher Spielanlagen aufeinander, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass beide Seiten im Spielverlauf treffen.
In den europäischen Topligen liegt die Trefferwahrscheinlichkeit für „Beide Teams treffen“ über mehrere Saisonen hinweg in einer Bandbreite von rund 55 bis 67 Prozent. In vielen Wettbewerben endet damit deutlich mehr als jedes zweite Spiel mit Toren auf beiden Seiten. Diese hohe Grundquote erklärt, warum BTTS eine der beliebtesten Wettarten im Fußball ist – wichtig ist allerdings, dass man diese Spezialwette selektiv einsetzt:
Spiele, in denen beide Teams regelmäßig Abschlüsse aus guten Positionen verzeichnen, bieten eine wesentlich bessere Chance für diese Wettart als Partien, in denen ein Team dominiert und der Gegner kaum Entlastung findet. Auch Spielverläufe mit wechselnden Druckphasen sind besonders relevant, da sie auf ein offenes Kräfteverhältnis hindeuten.
Der richtige Zeitpunkt für eine Both Teams to Score Wette
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Zeitpunkt des Wettabschlusses. Häufig bleiben Spiele in der Anfangsphase torlos, obwohl beide Mannschaften aktiv auftreten. Bleibt in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten ein Treffer aus, steigt die Quote für „Beide Teams treffen“, obwohl sich an der grundsätzlichen Spielanlage nichts geändert hat. Wer in dieser Phase erkennt, dass beide Trainer offensiv spielen lassen und Chancen auf beiden Seiten entstehen, erhält oft besseren Value als vor dem Anpfiff.
Hier spielt die Analyse des Spielverlaufs eine zentrale Rolle. Nicht der aktuelle Spielstand ist ausschlaggebend, sondern die Intensität und Richtung des Spiels. Wenn beide Teams wiederholt in gefährliche Zonen kommen, Abschlüsse suchen und das Spiel nicht einseitig kippt, bleibt die Wahrscheinlichkeit für Tore auf beiden Seiten hoch – unabhängig davon, ob bereits getroffen wurde oder nicht.
Der Overlyzer-Graph macht bei Live-BTTS-Wetten solche Entwicklungen sichtbar und hilft dabei, Phasen zu identifizieren, in denen sich der Charakter des Spiels klar von der reinen Ergebnisanzeige unterscheidet. Gerade bei torlosen Spielständen, aber beidseitig hohem Druck, entsteht häufig ein günstiges Umfeld für BTTS-Entscheidungen.
Draw No Bet (DNB)
Unter Draw-No-Bet versteht man eine Wette, in der es keine Unentschieden-Option gibt. Man tippt auf eine Siegwette, erhält aber seinen Einsatz zurück, wenn das Spiel Unentschieden ausgeht.
Für diese Wettform gibt es unterschiedliche Abkürzungen: Die gängigste Abkürzung ist DNB, aber auch AHC0 oder die ausgeschriebene Variante Asian Handicap 0 stehen für diese Art der Wette. Manche Wettanbieter übersetzen den Begriff und bieten diese Option unter dem Titel „Unentschieden keine Wette“ an.
Im Unterschied zu einer klassischen 3-Weg-Wette, bei der man 1, X oder 2 tippen kann, sind die Siegquoten bei einer Draw-No-Bet-Wette etwas niedriger. Der Grund dafür ist die „Exit-Strategie“ Unentschieden, da man bei einem Remis seinen Wetteinsatz zurückerhält. Diese Wettart ist somit deutlich sicherer als eine 3-Weg-Wette.
Konkret sieht eine DNB-Wette wie folgt aus:
Draw No Bet (DNB) oder auf deutsch: "Unentschieden keine Wette"
- Sieg Team 1 DNB: Wenn das Heimteam gewinnt, ist die Wette gewonnen. Bei einem Remis gibt es den Einsatz zurück. Bei einem Sieg des Auswärtsteams ist die Wette verloren.
- Sieg Team 2 DNB: Wenn das Auswärtsteam gewinnt, ist die Wette gewonnen. Bei einem Remis gibt es den Einsatz zurück. Bei einem Sieg des Heimteams ist die Wette verloren.
Scorecast und Wincast
Sowohl die Scorecast-, als auch die Wincast-Wette zählen zu den spektakulärsten Wetten für Fußballbegeisterte, die ein Spiel live verfolgen. Und sie bringen zumeist auch lukrative Quoten mit sich. Aber worauf kommt es bei diesen Wettarten an?
Genau wie Wincast-Wetten geht es auch beim Scorecast um das Eintreten zweier Ereignisse in derselben Partie. Im Zuge einer Scorecast-Wette tippst du nicht nur auf das Endergebnis eines Spiels, du wettest auch darauf, welcher Spieler ein Tor erzielt.
Die Wahl des Torschützen kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. Folgende Wettarten gibt es im Rahmen des Scorecasts:
- Richtiges Endresultat und Spieler X erzielt das erste Tor
- Richtiges Endresultat und Spieler X erzielt das letzte Tor
- Richtiges Endresultat und Spieler X erzielt irgendwann im Spiel ein Tor
Am häufigsten sind dabei die Scorecast Wetten, die das richtige Endergebnis mit dem ersten Torschützen des Spiels kombinieren. Genau wie die Wette auf das letzte Tor durch einen bestimmten Spieler ist auch die Wette auf das erste Tor zumeist mit einer höheren Quote versehen.
Wenn du darauf wettest, dass ein Spieler irgendwann im Spiel ein Tor erzielt, fällt die Quote meist geringer aus, weil die Torfolge damit für eine erfolgreiche Wette irrelevant ist und der Spieler einfach irgendwann im Laufe der 90 Minuten treffen muss.
Wincast-Wetten sind ebenfalls schwierig zu erraten, aber immer noch etwas einfacher als eine Scorecast-Wette. Beim Wincast tippt man ebenfalls auf einen Torschützen – wie oben beschrieben in möglichen, unterschiedlichen Ausführungen – aber anstatt auf das richtige Endresultat tippt man den Spielausgang hier in Form einer 3-Weg-Wette, also Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg.
Natürlich ist auch dies eine große Herausforderung, aber gefühlt um Hausecken einfacher, als wenn man neben einem richtigen Torschützen auch noch das exakte Ergebnis vorhersagen muss.
Wie entscheide ich mich für die richtige Scorecast/Wincast-Wette?
Diese Wettarten werden in den allermeisten Fällen „pre-game“, also vor Spielbeginn abgegeben. In diesem Fall ist also Recherche und eine genaue Analyse das Wichtigste. Hier musst du systematisch vorgehen, um die besten Erfolgsaussichten zu haben.
Zunächst ist es – anders als bei vielen anderen Wetten – wichtig, sich hier nicht unbedingt einen „Frühbucherbonus“ zu sichern, weil man eine Wette möglichst lange vor Spielbeginn abgibt. Bis kurz vor Anpfiff kann einiges passieren und in den meisten Fällen wird es uns wichtig sein, dass unser gewünschter Torschütze in der Startelf seines Teams steht.
Gerade wenn man Starspieler in seine Scorecast- oder Wincast-Wette aufnimmt, ist nicht immer klar, ob sie zum Einsatz kommen werden. Gegen kleinere Gegner ist schon mal Schonung angesagt und selbst beim Aufwärmen kann noch vieles passieren.
Deshalb ist es wichtig mit der Wettabgabe zumindest bis eine Stunde vor Anpfiff zu warten. Das ist nämlich der Zeitpunkt, an dem normalerweise die Aufstellungen bekanntgegeben werden. Steht dein gewünschter Torschütze in der Startelf, dann nichts wie ran an den Speck!Natürlich ist es aber hier wie bei allen anderen Pre-Game-Wetten wichtig, dass man bei einer erfolgreichen Wettstrategie das große Ganze im Blick hat. Auch der größte Goalgetter wird es mit dem Toreschießen schwer haben, wenn rund um ihn nur Reservisten auflaufen.
Bei der Wahl eines geeigneten Torschützentipps gibt es ebenfalls mehrere Herangehensweisen. Natürlich bietet sich der jeweilige Top-Torjäger des Teams als Torschütze an. Ob dieser gerade einen Lauf hat, oder unter Ladehemmung leidet, ist natürlich nicht schwer zu recherchieren. Aber auch andere Spieler sind für diese Wettart von großem Interesse.
Stelle dir vor Spielbeginn ein paar zentrale Fragen:
- Wer sind die Elfmeterschützen der beiden Teams?
- Gibt es einen zuverlässigen Freistoßspezialisten auf dem Platz?
- Welche dynamischen, zielstrebigen Flügelspieler könnten mit der gegnerischen Abwehrreihe am besten zurechtkommen?
- Gibt es torgefährliche Verteidiger in den Teams – und ist ihre Mannschaft bekannt dafür, viele Tore nach Standardsituationen, wie etwa Eckbällen zu erzielen?
- Ist mein gewünschter Torschütze jemand, der zumeist durchspielen darf oder ein heißer Kandidat für eine Auswechslung zur Pause ist?
- Wie ist die Bilanz des Spielers gegen den Gegner? Trifft er besonders gerne gegen das Team?
- Trifft mein gewünschter Torschütze häufiger in der Anfangsphase, oder legt er lieber in der zweiten Halbzeit noch einen drauf?
- …und wie ist eigentlich der Gegenspieler „meines“ Spielers in Form?
Die Antworten auf all diese Fragen können dir eine erfolgreiche Wette bescheren und bei entsprechendem Risiko natürlich auch die Wettquoten ordentlich nach oben schnellen lassen.
Siegwetten und Platzwetten beim Fußball
Die Siegwette ist im Sportsbook die Basis eines jeden Wettangebotes und darf dort bei keiner Veranstaltung fehlen. Weniger bekannt im Zusammenhang mit Fußballwetten ist demgegenüber die Platzwette, die man für gewöhnlich auf der Pferderennbahn verortet.
Dort haben freilich beide Wettarten ihren Ursprung, wobei die Platzwette als Erweiterung der Siegwette gilt. Ihr Vorteil liegt darin, dass, weil sie nicht auf eine exakte Prognose abzielt, weniger Risiko besteht, die Wette und damit den Wetteinsatz zu verlieren.
Wo die Platzwette nun im Fußballsportsbook zu finden ist beziehungsweise was hinter dieser Wettart steckt und in welchem Verhältnis sie zur Siegwette steht, dies zu erläutern ist Ziel unseres Textbeitrags.
Die Platzwette: Erklärung und Verwendung im Fußball
An der Pferderennbahn wurde die Platzwette eingeführt, um den Siegtipp, bei dem schließlich eine exakte und damit zugleich schwierige Prognose gefordert ist, etwas von ihrem Risiko zu nehmen. Daher fragt die Platzwette nicht nach dem Sieger, sondern danach, welcher Teilnehmer eine Platzierung erzielen wird. In Abhängigkeit von der Größe des Teilnehmerfeldes und der Art des Rennens gilt bei den Pferdewetten ein Platz unter den ersten Zwei, den ersten Drei oder den ersten Vier als Platzierung.
In letzter Konsequenz liegt die Entscheidung darüber, was eine Platzierung ist, natürlich beim Veranstalter, weshalb es auch keine einheitlichen Regeln zur Platzwette gibt. Von dieser Freiheit machen die Buchmacher reichlich Gebrauch. So bietet Tipico beispielsweise zur Bundesliga Saison gleich zwei Platzwetten parallel an:
Sieg- und Platzwetten bei den Meisterwetten zur deutschen Fußball Bundesliga im Wettangebot von Tipico
Das Beispiel zeigt, dass Tipper den Vorteil eines geringeren Verlustrisikos bei der Platzwette mit niedrigen bis hin zu unattraktiven Wettquoten bezahlen. Dieser Nachteil lässt sich freilich durch einen höheren Wetteinsatz ausgleichen, allerdings bleibt, wie bereits in der Vergleichstabelle angeführt, der eingesetzte Betrag bei Langzeitwetten relativ lang gebunden. Eine Platzwette die gar bis zur 6. Platzierung reicht ist bei aller Abwägung von Vor- und Nachteilen schon ein rechtes Kuriosum.
Fazit und Zusammenfassung
In ihrem Naheverhältnis und ihrem Ursprung nach sind die Sieg- und die Platzwette ein typisches Angebot von der Pferderennbahn. Während die Siegwette nur mit einer exakten Prognose zum Erfolg führt, steckt hinter der Platzwette die Idee, dem Tipper etwas Spielraum zu geben, indem sie eine gewisse Abweichung im Ergebnis toleriert.
Allerdings gibt es wie stets auch hier keinen Vorteil ohne Nachteil: Die höhere Gewinnwahrscheinlichkeit bezahlt der Tipper mit niedrigeren Quoten.
Wie bei allen Langzeitwetten – als solche hat das Gespann aus Sieg- und Platzwette im Fußball-Sportsbook seinen Platz – wohnt den beiden Angeboten aber ohnehin eine eher zweifelhafte Prognosefähigkeit inne: bis zum eigentlichen Turnier fließt bekanntermaßen noch einiges an Wasser den Fluss hinunter.
Torwetten, Torschützenwetten und das "erste Tor"
Unter den Sammelbegriff „Torwetten“ fallen im Fußball Sportsbook eine Reihe von Angeboten, die eine Sache gemein haben: sie alle befassen sich mit dem Tor, das am Fußballfeld als zentrales Element über den Ausgang des Matches entscheidet. Die Teams jagen ihm hinterher, während das Publikum dem nächsten Treffer entgegenfiebert.
Daher mag die große Beliebtheit von Torwetten unter Fußball Wettfreunden ebenso wenig verwundern wie die Tatsache, dass auch auf Seiten der Buchmacher kaum ein Feld dermaßen stark beackert wird wie die Torwette. In diesem Beitrag soll sie in ihrer Vielfalt und ihrem ganzen Spektrum vorgestellt werden.
Einteilung der unterschiedlichen Wetten auf Tore
Rund um das Tor legen die Online Wettanbieter in ihrem Sportwettenangebot ein hohes Maß an Kreativität an den Tag. Um den Überblick zu behalten, lohnt es sich, eine Einteilung vorzunehmen.
Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass Torwetten in Form von Zweiweg-, Dreiweg- und als Mehrwegwetten auftreten. Die wichtigste Aussage, die sich aus einer solchen Zuordnung ableiten lässt ist freilich jene betreffend der Gewinnchance beziehungsweise des Verlustrisikos: je weniger Wettausgänge möglich sind, desto höher ist die Gewinnwahrscheinlichkeit des einzelnen Tipps.
Freilich lassen sich Torwetten aber auch thematisch nach ihrem Fokus unterscheiden: Dieser kann auf der Toranzahl, dem Torzeitpunkt oder dem Torschützen liegen. Die meisten Torwetten lassen sich entsprechend dieser Einteilung zuordnen.
- Torwetten mit Fokus auf die Toranzahl
- Torwetten mit Fokus auf den Torzeitpunkt
- Torwetten mit Fokus auf den Torschützen
- Spezialwetten zu Torwetten im Fußball
- Torwetten bei anderen Sportarten
Weitere Fragestellungen zur Toranzahl bei Fußballspielen
Das Thema Toranzahl kann von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchtet werden: Ist die Gesamtzahl an Toren, die im Macht erzielt werden, gerade oder ungerade? Trifft die Heim- oder die Gastmannschaft 0, 1, 2, 3 Mal oder öfter? Fallen mehr Tore in der 1. oder in der 2. Hälfte, oder fallen gleich viele Tore?
Beliebt sind auch Fragestellungen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. Auch hierbei handelt es sich, weil es nur zwei Tippmöglichkeiten gibt, um Angebote mit vergleichsweise hoher Gewinnchance:
- Das Heimteam gewinnt zu null – ja oder nein?
- Beide Teams erzielen zwei oder mehr Tore – ja oder nein?
- Beide Teams erzielen mindestens ein Tor – ja oder nein?
- Beide Teams treffen in der 2. Halbzeit – ja oder nein?
Spread Wetten
Spread Wetten kommen ursprünglich aus der Finanzwelt. Entwickelt wurden diese von Charles K. McNeil in den 1940er Jahren. Er war unter anderem Mathematikprofessor und wurde später zu einem professionellen Buchmacher.
Bei der speziellen Form von Sportwetten handelt es sich, wie der Name ins Deutsche übersetzt anmuten lässt, um die Wette auf die Differenz vorher definierter Variablen. Spread Wetten sind im Europäischen Markt vor allem als Handicap Wetten bekannt und werden von den Buchmachern als solche vermarktet.
Wie funktioniert die Spread Wette?
Ins Deutsche lässt sich das Wort „Spread“ mit Spannweite übersetzen. Hier gilt also die Einschätzung und Berechnung von Quoten bestimmter Variablen des Sportwetters. Doch auf welche Variablen können bei Spread Wetten gesetzt werden?
Hier gibt es unzählige Beispiele. Bei Fußballwetten sind das unter anderem Tore, Karten und Standardsituationen wie Eckbälle und Einwürfe. In anderen Sportarten bieten sich zum Beispiel beim Tennis die gewonnen Sätze oder die in einem Basketballspiel erzielten Punkte als Spread Wetten an.
Wenn der Wetter der Ansicht ist, es werden mehr oder weniger besagter Aktionen im Verlauf eines Ereignisses vorkommen, wird er einen Sportwetten Tipp auf die entsprechende Spread Wette abgeben.
Praxisbeispiele sind hier zum Beispiel die Zahl der Gelben Karten während eines Fußballspiels. In einer Spread Wette gibt der Wettanbieter an, es wird 3-4 gelbe Karten in der Partie geben. Wenn man sich sicher ist, eine ruhige Partie ohne mindestens drei gelbe Karten voraus zu sehen, tippt man also auf Unter 3-4 Gelbe Karten.
Sollte man ein hitziges Duel erwarten, wird man eine Wette auf mehr als 3-4 Gelbe Karten, also mindestens fünf Verwarnungen, platzieren.
Der Wettanbieter Interwetten verfügt über viele verschiedene Wettmöglichkeiten betreffend Anzahl der gelben und roten Karten in einem Fußballspiel
Asiatische Wetten
Asiatische Wetten sind im Fußball vor allem deshalb beliebt, weil sie mit festgelegten Grenzwerten arbeiten, die Rückzahlungen sowie Teilgewinne oder Teilverluste ermöglichen. Die zwei wichtigsten Märkte sind das Asiatische Handicap (Asian Handicap) und die asiatische Torlinie (Asian Goal Line, oft als Asian Over/Under geführt). Beide Wettarten sorgen dafür, dass Unentschieden oder exakt erreichte Grenzwerte nicht automatisch zu Gewinn oder Verlust führen.
Der Unterschied zum klassischen 3-Weg-Markt ist grundlegend: Bei 1X2 bzw. 3-Weg-Handicap gibt es drei mögliche Ausgänge (Heim, Remis, Auswärts). Beim Asian Handicap werden durch halbe und Viertel-Linien nur zwei Ausgänge erzeugt, weil ein Unentschieden nach Anwendung des Handicaps nicht mehr möglich ist.
Asiatisches Handicap: 0.0, ±0.5, ±1.0 und Viertel-Linien
Beim Asian Handicap wird das Spielergebnis rechnerisch angepasst, indem einem Team ein Torvorsprung oder ein Torrückstand zugerechnet wird. Ganze Linien wie 0.0, -1.0 oder +1.0 können zu einem Push führen: Wenn das „handicap-bereinigte“ Ergebnis genau unentschieden ist, wird der Einsatz zurückgezahlt. Ein typisches Beispiel ist Asian Handicap -1.0: Gewinnt das Team mit zwei oder mehr Toren, ist die Wette gewonnen; gewinnt es genau mit einem Tor, gibt es Push; bei einem Unentschieden oder einer Niederlage ist die Wette verloren.
Bei halben Handicaps wie -0.5 oder +0.5 kann es keinen Push geben, weil ein halbes Tor nicht „exakt“ getroffen werden kann.
Viertel- und Dreiviertel-Linien (z. B. -0.25, +0.75, -1.25) teilen den Einsatz automatisch auf zwei benachbarte Linien auf. Asian -0.25 teilt den Einsatz automatisch in zwei gleich große Teile: eine Hälfte wird auf Handicap 0.0 gesetzt, die andere auf Handicap -0.5. Bei einem Unentschieden entsteht dadurch ein halber Verlust (0.0 = Push, -0.5 = Verlust). Bei -1.25 wird der Einsatz auf -1.0 und -1.5 aufgeteilt, wodurch bei einem knappen Sieg kein voller Gewinn oder Verlust entsteht.
Asiatisches Over/Under (asiatische Torlinien): 2.0, 2.5, 2.25, 2.75
Das gleiche Prinzip gibt es für Tore gesamt. Over/Under 2.0 hat einen Push bei exakt zwei Toren. Over/Under 2.5 hat keinen Push: ab drei Toren gewonnen, bei 0–2 Toren verloren.
Spannend werden die Viertel-Linien, weil sie die Varianz glätten. Asian Over 2.25 ist ein Split aus Over 2.0 und Over 2.5. Fallen genau zwei Tore, ist die Over-2.0-Hälfte Push und die Over-2.5-Hälfte verloren, also effektiv ein halber Verlust. Ab drei Toren gewinnen beide Hälften. Analog funktioniert Asian Under 2.25: Bei genau zwei Toren ist die Under-2.0-Hälfte Push und die Under-2.5-Hälfte gewonnen, also ein halber Gewinn.
Asian Over 2.75 teilt den Einsatz gleichmäßig auf Over 2.5 und Over 3.0. Fallen genau drei Tore, wird die Over-2.5-Hälfte gewonnen, während die Over-3.0-Hälfte zurückgezahlt wird – das Ergebnis ist ein Halbgewinn.
Strategien für asiatische Wetten
Der entscheidende Punkt ist die Wahl des passenden Grenzwerts. Erwartest du eher zwei bis drei Tore, ist Asian Over 2.25 oft sinnvoller als Over 2.5, weil genau zwei Tore nicht zum vollständigen Verlust führen. Rechnest du mit vielen Toren, kann Asian Over 2.75 eine Alternative zu Over 3.0 sein, da drei Treffer noch zu einer Teilabrechnung führen.
Beim Asian Handicap folgt die Logik demselben Prinzip. Bei leichten Favoriten wird oft Asian 0.0 gespielt, weil bei einem Unentschieden der Einsatz zurückgezahlt wird. Bei Außenseitern ist +0.75 interessant, da eine knappe Niederlage mit einem Tor Vorsprung nicht automatisch zum vollen Verlust führt.
Entscheidend ist, den gewählten Tor- oder Handicapwert auf die eigene Analyse abzustimmen, etwa mithilfe von xG-Daten oder durch den Vergleich mit den Marktquoten. Viertelwerte sollten gezielt genutzt werden, um Risiko und Schwankungen zu steuern.
Die Bank bei der Sportwette
Für Sportwetten-Neulinge ist der Begriff „Bank“ zunächst vielleicht ein wenig verwirrend, da es sich dabei weder um eine Bankfiliale noch um eine Sitzbank im Park handelt. Vielleicht habt ihr schon des öfteren die Aussage gehört: "Die Partie ist eine Bank". Aber was bedeutet das genau?
Was bedeutet Bank bei Sportwetten?
Solltet ihr nur Einzelwetten spielen dann müsst ihr dies gar nicht wissen, da der Begriff Bank nur bei Systemwetten vorkommt. Bei einer Systemwette wird, wie bei einer Kombiwette, auf den Ausgang von mehreren Spielen gesetzt, allerdings mit dem Unterschied, dass nicht alle Voraussagen aufgehen müssen, um die Wette zu gewinnen. Man kann beispielsweise das System 3 aus 5 oder 4 aus 7 spielen und der Wettanbieter schließt dann automatisch in diesen Fällen 10 bzw. 35 Wetten ab, sodass alle Kombinationen aus den abgegebenen Tipps kombiniert werden.
Diese Systemtipps lassen sich durch den Einsatz von Banken modifizieren. Wenn man glaubt, dass ein Tipp oder mehrere Tipps ganz sicher aufgehen, dann baut man diese als Bank bzw. Banken in eine Systemwette ein. Nun muss dieser Bank-Tipp unbedingt gewonnen werden, da ansonsten die gesamte Wette verloren ist, unabhängig ob bei der restlichen Systemwette alles aufging. Der große Vorteil einer erfolgreich gespielten Bank ist allerdings, dass sich nun jede Kombination der Systemwette mit den Quoten der Bank multipliziert!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sehr vorsichtig sein muss wenn man Systemwetten mit einer Bank spielt, denn die übrigen Tipps der Systemwette werden obsolet, wenn man beim Tippen auf eine Bank danebenliegt. Allerdings lässt sich durch den Einsatz richtig eingesetzter Banken durchaus die Gesamtquote stark erhöhen, weshalb Banken bei Sportwetten sinnvoll sein können.
Die Langzeitwette
In der Regel gibt es in den Sommermonaten weniger Spiele auf dem Wettmarkt, da die Teams im Urlaub oder mit der Regeneration beschäftigt sind. Trotz dessen möchten viele Wettbegeisterte auch in der dieser Zeit Wetten platzieren.
Zwar gibt es die Möglichkeit, andere Sportarten oder Ligen zu tippen, viele vertrauen allerdings rein auf ihr Fachwissen im Bereich ihrer favorisierten Sportart.
Hier kommen die Langzeitwetten ins Spiel. Sie werden gerne als persönliche Prognose genutzt, in welcher sein eigenes Fachwissen langfristig überprüft werden kann. Denn seien wir ehrlich, jeder Sportbegeisterte hat im Freundeskreis schon einmal vor dem Auftakt der Saison versuchen zu erraten, auf welchem Platz seine Mannschaft am Ende landet.
Die Vorteile von Langzeitwetten
Die Spannung ist durch die (sehr) lange Laufzeit natürlich nicht konstant auf dem Level einer Wette, die nur ein einzelnes Spiel umfasst. Dennoch kann dieses Gefühl aufkommen, wenn der letzte Termin der Saison über das Endergebnis der persönlichen Wette entscheidet.
Die Quoten von dieser Form der Sportwetten ist eines der stärksten Argumente bei der Strategie für einen solchen Tipp.
Das Beispiel des Meistertitels von Leicester City aus der Premier League Saison 2015/16 ist nur einer von wenigen Beweisen, wie lukrativ Wetten über einen langen Zeitraum sein können. Zugegebenermaßen konnte niemand ahnen, dass sich die Foxes den Titel schnappen würden.
Mutige Tipper allerdings wurden mit einer satten Quote von 5000 belohnt. Das entspricht 50.000€ bei 10€ Einsatz. Ein Tipp auf einen Außenseiter kann sich bei Langzeitwetten also durchaus lohnen.
Die 5 beliebtesten Langzeitwetten gemessen am Umsatz beim Großteil der deutschen Wettanbieter
- Wer wird Weltmeister
- Wer wird Europameister
- Wer wird Torschützenkönig bei Welt- oder Europameisterschaften
- Wer gewinnt die Champions League
- Wer wird deutscher Meister